Nachbericht Senioren 21.03.2026
Im letzten Heimspiel der Saison 2025/2026 haben die Damen I des Handballvereins Oberviechtach 2002 e. V. ihre Niederlagenserie pünktlich zum Abschluss gestoppt. Mit einem knappen 21:20 (11:11) schlug die Mannschaft von Thomas Lottner und Claudia Hauser den HC Erlangen II. Das erhoffte Erfolgserlebnis zum Saisonabschluss vor heimischer Kulisse blieb für die Bezirksoberliga-Handballer des HV Oberviechtach 2002 e. V. aus. Am Ende einer wechselhaften Partie mussten sich die Schützlinge von Trainer Martin Streit dem Tabellendritten TSV Neutraubling mit 29:36 (13:20) geschlagen geben.
Für ihren letzten Auftritt vor heimischem Publikum hatten sich die Oberviechtacherinnen viel vorgenommen. Gegen den Tabellenvierten aus Mittelfranken wollte der HV nicht nur auf Augenhöhe agieren, sondern unbedingt Zählbares mitnehmen. Da im Angriff von Beginn an nicht alles rund lief, stemmte sich das Team mit umso mehr Vehemenz in der Defensive gegen die technisch versierten Gäste. Es entwickelte sich ein hart umkämpfter Schlagabtausch, bei dem sich keine Seite absetzen konnte (7:6; 9:11; Halbzeitstand 11:11). In der 50. Minute schien die Partie beim Stand von 15:19 bereits zugunsten der Gäste zu kippen. Doch im Gegensatz zu den vorangegangenen Partien bewies der HV diesmal Moral: 90 Sekunden vor dem Ende markierte Christina Schopper den 20:20-Ausgleich. Nachdem die Erlangerinnen ihren folgenden Angriff nicht erfolgreich abschließen konnten, kam Oberviechtach erneut in Ballbesitz. Kreisläuferin Susanne Hauser behielt die Nerven und verwandelte 15 Sekunden vor Schluss zum viel umjubelten 21:20-Siegtreffer. Da auch der finale Wurf der „Uni-Städterinnen“ sein Ziel verfehlte, war der Heimsieg perfekt. HV-Trainer Thomas Lottner war nach dem Erfolg voller Stolz: „Heute haben wir im Angriff zwar nicht immer alles richtig gemacht, aber was meine Spielerinnen an Einsatz und Kampfeswillen vor allem in der Abwehr gezeigt haben, macht mich fast sprachlos.“
Dabei war von dem nötigen Selbstvertrauen für den letzten Heimauftritt zunächst wenig zu spüren – im Gegenteil: Die „Doktor-Eisenbarth-Städter“ erlebten einen klassischen Fehlstart. Nach bereits 17 Minuten lagen die Gastgeber mit 4:13 im Hintertreffen. Eine zu passive Defensive und eine Fehlerquote von acht technischen Patzern in der Anfangsphase spielten den Gästen aus dem Regensburger Süden in die Karten. Mit einem deutlichen Sieben-Tore-Rückstand (13:20) ging es in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel zeigten die Fichtenstädter jedoch Moral. In ihrer stärksten Phase zwischen der 30. und 43. Minute kämpften sich die Streit-Schützlinge sukzessive heran und verkürzten den Rückstand auf lediglich drei Treffer (21:24). Das Zusammenspiel zwischen der nun gefestigten 6:0-Abwehr und Torhüter Simon Gürtler funktionierte in dieser Phase glänzend, auch im Angriff fand man nun die Lücken in der zuvor kompakten Neutraublinger Deckung. Die Wende schien greifbar, doch eine Zeitstrafe brach den Schwung wieder und Neutraubling setzte sich wieder ab (22:28). Der Tabellendritte ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und brachte den Vorsprung routiniert über die Zeit. „Das Spiel spiegelt den gesamten Saisonverlauf wider“, resümierte ein enttäuschter Martin Streit nach dem Abpfiff. „Wir haben es in der gesamten Spielzeit 2025/2026 nicht geschafft, uns mit einer Konstanz zu präsentieren, die nötig gewesen wäre, um besser als auf Platz sieben dazustehen.“
Bericht: Thomas Völkl (vöt)

