KHTA-Ausbildung in OVI
Jugendliche werden zu Trainern: Erfolgreiche KHTA-Ausbildung in Oberviechtach
Oberviechtach wurde erneut zum Ausbildungsstandort für die DHB-Kinderhandballtrainer-Ausbildung (KHTA). Was dabei besonders bemerkenswert ist: Unter den insgesamt 28 Teilnehmerinnen und Teilnehmern befanden sich zwölf Schülerinnen und Schüler des P-Seminars „Handball rockt Schule“ am Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach. Sie erwerben damit eine offizielle Qualifikation als Kinder-Handballtrainer und geben ihr Wissen anschließend direkt an Grundschulkinder weiter.
Dieses Konzept dürfte nicht nur in der Oberpfalz, sondern auch bayernweit eine Besonderheit darstellen. Während vielerorts Erwachsene zu Kindertrainern ausgebildet werden, werden in Oberviechtach seit Jahren gezielt Jugendliche qualifiziert, die wiederum Kinder an den Handballsport heranführen. So entsteht ein nachhaltiger Kreislauf der Nachwuchsförderung, von dem Schulen, Verein und vor allem die Grundschüler profitieren.
Die Ausbildung ist ein weiteres gelungenes Beispiel für die enge Kooperation zwischen dem Handballverein Oberviechtach, dem Ortenburg-Gymnasium und dem Bayerischen Handballverband. Dieses Zusammenspiel bewährt sich bereits seit mehr als fünf Jahren im Projekt „Handball rockt Schule“ und setzt immer wieder neue Impulse für die Nachwuchsarbeit.
Neben den Teilnehmern aus Oberviechtach reisten Handballinteressierte aus ganz Bayern an. Das Einzugsgebiet reichte dabei von Sonthofen im Allgäu bis nach Rimpar bei Würzburg. Insgesamt nahmen 28 zukünftige Trainerinnen und Trainer an der viertägigen Ausbildung teil.
Für die fachliche Durchführung sorgten die beiden Referentinnen des Bayerischen Handballverbands Steffi Placht und Hannah Drescher, die den Teilnehmern in Theorie und Praxis wichtige Kompetenzen für die Arbeit mit Kindern vermittelten. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur handballerische Inhalte, sondern auch die altersgerechte Vermittlung von Bewegung, Spiel und Freude am Sport.
Auch die Rahmenbedingungen stimmten. Der Caterer Gillitzer aus Niedermurach versorgte die Teilnehmer an allen vier Ausbildungstagen in der Mensa des Ortenburg-Gymnasiums hervorragend und trug damit maßgeblich zu einer rundum gelungenen Veranstaltung bei.
Die Verantwortlichen zeigten sich entsprechend zufrieden. Besonders die Verbindung von Schule, Verein und Verband macht das Modell in Oberviechtach so wertvoll: Jugendliche übernehmen Verantwortung, sammeln früh pädagogische Erfahrungen und werden zu wichtigen Botschaftern des Handballsports an den Grundschulen der Region. Damit leistet das Projekt „Handball rockt Schule“ einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Handballs im Einzugsgebiet der Stützpunktschule.

